Bild: Karsten Kronas
24.11.2025

Neue Ausstellung im HSBI-Satellit

Wie sieht Fotografie aus, wenn sie nicht mehr nur durch Licht, sondern durch Daten, Algorithmen und maschinelles Sehen entsteht?

In der neuen Ausstellung „Pre, Present and Post Photographic Images“ im HSBI-Satellit zeigen Studierende des Fachbereichs Gestaltung der Hochschule Bielefeld, wie sich das fotografische Bild im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz verändert – und was das für unsere Wahrnehmung bedeutet.

Ausgehend von der internationalen Tagung Post-photographic Images. Generative Imaging Processes an der Hochschule Bielefeld (HSBI) präsentieren Graduierte und Promovierende Arbeiten, die sich künstlerisch-forschend mit Generativer Ästhetik auseinandersetzen: von algorithmischen Bildgebungsverfahren über künstlich erzeugte Farbräume bis hin zu entkörperten Bildwelten aus Prompt und Code.

Die Ausstellung lädt dazu ein, den Wandel von der optisch-mechanischen Fotografie hin zu generativen KI-Bildern kritisch zu betrachten:

Was bedeutet Autor:innenschaft, wenn Bilder „künstlich“ hergestellt werden?
Wie verändert sich der Blickwinkel, wenn er durch statistische Modelle und Trainingsdaten gefiltert wird? Und was passiert mit Materialität, Zufall und Realität in dieser neuen Bildkultur?

Zu sehen sind unter anderem:

  • Emilia Trog, die Fotografien in dreidimensionale Diamondpaintings übersetzt und so ein neues Verhältnis von Code und Material schafft.
  • Karsten Kronas, der mit analogen chemischen Prozessen und generativem Zufall arbeitet.
  • Bob Jones, der in einer Zwei-Kanal-Videoinstallation das Scheitern digitaler Körper-Simulation zeigt.
  • Matthias Grund, dessen Farbfelder per GAN einen Farbraum jenseits des 8-Bit-Systems erzeugen.
  • Simon Schnelle und Benjamin Friedle, die Archive, Speicher und Autor*innenschaft im KI-Zeitalter reflektieren.
  • Janosch Boerckel, der die Reproduzierbarkeit von Unwahrscheinlichkeiten untersucht.
  • Fernando Braun Santos, Ben Christ und Maria Kaminska, die datenbasierte Vorhersagemodelle und deren gesellschaftliche Auswirkungen thematisieren.
Bild: Bob Jones
Bild: Emilia Trog

Infos

25. November bis 20. Dezember 2025
Dienstag bis Samstag, 10:00–18:00 Uhr
Eintritt frei

Programmpunkte

  • 25.11., 18:00 Uhr: Vernissage
  • 13.12., 16:00 Uhr: Führung
  • 20.12., 16:00 Uhr: Führung

Mehr Informationen: generative-aesthetics.hsbi.de